Gemeinde Schönberg fordert Kreis Plön zur weiteren Sanierung der K13 in Schönberg auf – erster Teilabschnitt `Große Mühlenstraße´ wird bis zum 21.09. durch die Gemeinde selbst saniert

Die Gemeinde Schönberg hat die gemeindeeigene Straße Eichkamp umfangreich saniert und zu Beginn des Monats September für den Verkehr frei gegeben. Die parallel dazu verlaufende Probsteier Allee (Kreisstraße 13) sollte nach ursprünglicher Absprache mit dem Kreis Plön bzw. dem LBV unmittelbar im Anschluss erfolgen. Im Rahmen einer Anfrage der Gemeinde im Zusammenhang mit dem barrierefreien Umbau der Bushaltestellen und der Planung des Umbaus des Bahnhofsumfelds im Zuge der Reaktivierung der Hein-Schönberg-Bahnstrecke, erhielt diese die Auskunft, dass es keine konkrete (Zeit-)Planung zur Sanierung der K13 in diesem Bereich geben würde und man nicht sagen könne, ob die Sanierung noch in 2027 oder 2028 starten würde – aber in jedem Fall nicht mehr im Jahr 2026.

Vor diesem Hintergrund hat Schönbergs Bürgermeister Peter A. Kokocinski entsprechend interveniert und Gespräche mit dem Landrat und Mitgliedern des Kreistags geführt, mit dem Ziel zeitnah eine andere Lösung zur Sanierung dieser wichtigen Verbindungsstraße durch Schönberg zu erreichen, für deren Zustand der Kreis Plön die alleinige Verantwortung trägt.

Infolge dessen hat die Kreispolitik reagiert und auf Antrag der CDU- und der SPD- Fraktion folgenden Antrag gestellt, der auch mehrheitlich so beschlossen wurde:

Sicherstellung der Sanierung der Kreisstraßen K 21 und K13
Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum Nachtragshaushalt 2026 im Ausschuss für
Bauen, Umwelt und Abfallwirtschaft sowie im Finanzausschuss die Kosten und
planerische Umsetzung (ggf. unter Einbindung eines externen Ingenieurbüros) für die
Sanierung der K13 (Probsteier Allee) in Schönberg im Rahmen der Umsetzung des
Bahnhofsumfeldes in 2027 aufzuzeigen. Dabei sollen auch das Bus-Bahn-Konzept und
die Anforderungen der VKP Berücksichtigung finden. Die erforderlichen Mittel sind in
den Nachtragshaushalt 2026 einzustellen.“

Hinzu kam ein Resolutionsbeschluss der Gemeindevertretung vom 16.12.2025, der einstimmig den Kreis Plön dazu aufgefordert hat, umgehend zu reagieren und die stark beschädigte Straße endlich zu sanieren. Darin heißt es u.a.: „…Die Gemeinde Schönberg erwartet, dass hier keine weitere Zeit verloren wird und eine Fertigstellung der Straßensanierung schnellstmöglich erfolgt – spätestens zum Dezember 2027 und damit rechtzeitig zur Wiederindienststellung der Hein-Schönberg-Bahnstrecke bis zum Schönberger Strand…

Beide Beschlüsse in Kreis und Gemeinde führten dazu, dass unter der Moderation des Bürgermeisters Kokocinski im Schönberger Rathaus dazu ein Planungsgespräch, unter Beteiligung der Fachabteilung der Kreisverwaltung, mit allen Beteiligten geführt wurde. Ergebnis dieses Planungsgesprächs war, dass der zuständige Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV), der für den Kreis diese Aufgabe in der Regel wahrnimmt, aktuell nicht die personellen Kapazitäten aufbringen kann, um diese Maßnahme umzusetzen und gerne das Angebot des Bürgermeisters annimmt, dass die Gemeinde Schönberg selbst diese Aufgabe für den Kreis Plön übernimmt. Auch die Kreisverwaltung hat diesem Vorschlag zugestimmt, so dass zunächst die Sanierung der K13 im Abschnitt zwischen der Großen Mühlenstraße von der Kreuzung Eichkamp bis zur Kreuzung Probsteier Allee vereinbart wurde. Je nach Baufortschritt sollte danach entschieden werden, wie die Sanierung weiter erfolgen könne.

Eine solche Übernahme der Baumaßnahme des Kreises durch die Gemeinde Schönberg ist nur möglich, weil die Gemeinde zum einen die Notwendigkeit sehe, andere Projekte zugunsten der notwendigen Sanierung hintenanzustellen und zum anderen, dass die Gemeinde mit einem erfahrenden leitenden Mitarbeiter wie Jörg Matthies, als Werkleiter des Ortsentwässerungsbetriebs Schönberg und hier als Bauherrenvertreter für die Gemeinde sowie mit dem renommierten Ingenieurbüro Levsen Partner an der Seite hat, um ein solch bedeutendes Bauprojekt stemmen zu können.

Dieser erste Teilabschnitt der Sanierungsmaßnahme der Kreisstraße 13 im Bereich der Großen Mühlenstraße im Auftrag des Kreises Plön durch die Gemeinde Schönberg und in Zusammenarbeit mit der ausführenden Firma SAW verläuft sehr zügig und auch qualitativ sehr erfolgreich, so dass mit einer Fertigstellung und Freigabe der Großen Mühlenstraße bis zum 21. September zu rechnen ist.

Aber jetzt sollte es auch zügig weitergehen. In den nächsten vier Monaten wäre je nach Wetterlage eine Sanierung der Probsteier Allee von der Großen Mühlenstraße bis zur Kreuzung Schillerstraße möglich. Und das sollte die Gemeinde auch schnellstmöglich tun. Ein weiteres Abwarten käme den Kreis durch laufende Reparaturen teurer und wäre aufgrund der schlechten Straßenqualität auch dem Bürger und Steuerzahler nicht zu vermitteln. Und für die macht die Gemeinde schließlich ihre Arbeit in Politik und Verwaltung.

Auch für die weiteren Bauabläufe im Rahmen der Hein Schönberg Reaktivierung und der damit verbundenen Gleissanierung und der Bahnhofsumfeldgestaltung wäre eine Sanierung bis zum Hauptwerkstor der VKP absolut sinnvoll, wenn nicht notwendig. Aus diesem Grund führt der Bürgermeister seit Mitte August Gespräche mit dem Landrat, der Kreisverwaltung, den örtlichen Kreistagsabgeordneten sowie auch dem hiesigen Landtagsabgeordneten, um eine entsprechende Beschlusslage bis zur entscheidenden Kreistagssitzung über den finalen Nachtragshaushalt am 24.09.2026 für die etwa 900.000 Euro teure Baumaßnahme vorzubereiten. „Wir wären mit dem Klammerbeutel gepudert nun das Momentum nicht zu nutzen. Wir in Schönberg wollen jetzt handeln statt nur zu reden. Wir können es und benötigen das grüne Licht vom Kreis Plön um schnellstmöglich auszuschreiben und zu bauen“, bittet und fordert zu gleich Bürgermeister Kokocinski die Kreisverwaltung und die Kreispolitik zur Entscheidung zu Gunsten der Umsetzung der weiteren Sanierung auf.

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