Rund um das Kulturhaus „Alte Apotheke“ im Ostseebad Schönberg entsteht eine neue Spiel- und Aufenthaltsfläche

Durch die notwendige Erweiterung des Schönberger Feuerwehrhauses musste an dieser Stelle ein attraktiver und gut genutzter Spielplatz weichen. Gemäß Beschlussfassung wurde Schönbergs Bürgermeister Peter A. Kokocinski seinerzeit beauftragt, alternative Spielflächen in unmittelbarer Umgebung als Ersatz zu schaffen. Und das ist ihm gelungen, auch unter Einbeziehung umfangreicher Fördermittel, die er nach Schönberg holen konnte. Neben der Sandspielfläche in der Fußgängerzone und der Spielfläche vor dem Büchereieingang, die beide sehr gut angenommen werden, entsteht nun zum Abschluss eine attraktive Spiel- und Aufenthaltsfläche vor dem Gebäude der Alten Apotheke.

Das historische Gebäude der Alten Apotheke befindet sich in der Knüllgasse 8 und wird heute als öffentliches Kulturhaus genutzt. Es ist zusammen mit der evangelischen Kirche eines der ältesten Gebäude der Gemeinde Schönberg. Nach dem großen Dorfbrand in Schönberg im Jahr 1779 wurde das markante Gebäude im Barockstil neu errichtet und zeitgleich mit der Kirche 1782 fertiggestellt. Es diente zunächst als Arztpraxis und später als Apotheke, nachdem der Apotheker Jacob Meyer 1826 das königliche Privileg erhielt.

Sein heutiges Gesicht erhielt das Haus vor allem durch den Umbau im Jahr 1902 mit Weserbarock-Giebeln und einem Säulenbalkon. Es steht als geschichtliches und städtebauliches Kulturdenkmal unter Schutz. Nach fast 200 Jahren Apothekengeschichte ging das Gebäude 1979 in den Besitz der Gemeinde Schönberg über. Heute dient das Gebäude als lebendiger kultureller Treffpunkt im Ort mit Gemeindebücherei im Erdgeschoss mit einem Bestand von über 10.000 Medien sowie einer Spieliothek. Darüber befinden sich die Räume der Volkshochschule und der Kultur- und Veranstaltungsabteilung, in denen regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen norddeutscher Künstler stattfinden.

Die neue Spiel- und Aufenthaltsfläche für Kinder, Eltern und Großeltern entsteht in Zusammenarbeit mit dem Freiraumplaner Peter Gülker vom Büro Plangranum, der Gemeindearchitektin Lisa Strohschänk und der Firma Smid Garten- und Landschaftsbau GmbH & Co. KG auf den Grünflächen vor dem Gebäude an der Ostseestraße.

Die Umgestaltung wird mit 90.750 Euro aus Mitteln der AktivRegion (LAG) gefördert und hat die Entstehung eines Apothekengartens mit Aufenthaltsflächen zum Lesen, Spielen und Verweilen zum Ziel, mit direkter Verbindung zur Bücherei und in Anlehnung zur Partnergemeinde Älvdalen in Schweden. Daher finden sich dort auch Motive aus den Romanen der weltberühmten schwedischen Autorin Astrid Lindgren wieder, nach der auch eine Straße im Schönberger Neubaugebiet benannt wurde. Die Fertigstellung ist für den 4. Dezember geplant.

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